Ein Amerikaner im Vogtland – Matt Muckey bei B&S
15.09.2011
Ein Konzert der New Yorker Philharmoniker im Mai 2011 in Dresden hat den Ausschlag gegeben. Dort traf Gerhard A. Meinl mit Musikern des Orchesters zusammen und präsentierte seine B&S-Instrumente. Kurz vor der Aufführung von Mahlers Fünfter hatte sich dabei Associate Principal Matthew Muckey in die B&S Challenger C-Trompete 3136/2 verliebt und zur großen Überraschung spielte er sie gleich noch 3 Stunden später im Konzert.
Matthew Muckey ist erst 27 Jahre alt und dennoch mit seiner ersten Position schon 5 Jahre bei den New Yorker Philharmonikern. Er hat in Northwestern bei Chicago studiert und stammt aus Sacramento, Kalifornien.
Nun war er natürlich auch an der übrigen Ausstattung durch und von B&S interessiert, eine B-Trompete, Zylinderventiltrompeten, eine in F etc.. Und so kam es dann, dass in diesem Sommer Matthew Muckey die Standorte der B&S GmbH in Markneukirchen und Geretsried besuchte. Dabei ging es ihm vor allem darum, Kenntnisse zu erlangen, wie handwerklich, wie traditionell die Trompeten hier noch hergestellt werden – eine Dimension, die in den USA längst vergangenen Zeiten angehört. Begeistert war er vor allem darüber, dass die B&S alles herstellt - vom Schallstück über die Maschine, über jedes Bögelchen, jeden Durchlass, so dass die B&S nicht gezwungen ist, irgendwelche Kompromisse einzugehen im Entwurf und der ganzheitlichen Konzeption des jeweiligen Instruments. So stimmen denn Bohrung und lichte Weite durch die Züge überein, die Materialstärke des Schallstücks wird in 0,05 mm Abständen gewählt und Fähigkeiten, handwerkliches Können, Auge und Gestaltungswille gewährleisten ein immer einheitlich hoch qualitatives Produkt. Aber zugleich erfuhr er bei seinem Besuch im Vogtland das „Closer to the musicians“ und fühlte sich nicht wie ein Amerikaner in Paris, sondern wie ein Trompeter in seiner Welt als er die Stadt der Orchesterinstrumente Markneukirchen betrat.
Matthew Muckey wurde zum Betriebsfest mit eingeladen und spielte nicht nur dort, sondern auch vor anderen, völlig fremden Gästen aus China in der berüchtigten Musik-Gaststätte „Heiterer Blick“, aß Schweinshaxe mit grünen Klößen und hatte auch die Gelegenheit, zusammen mit Geschäftsführer Gerhard A. Meinl die Bayreuther Festspiele mit „Tristan und Isolde“ am letzten Tag zu besuchen. Er traf dort die Trompeter in deren Stimmzimmer, er hatte einen Tagesausweis, um auch die Pausen mit Kollegen verbringen zu können.
Einen großen Raum nahm der Test mit den Trompeten ein. Und dies nicht nur im Werk, sondern auch mit der alten Symphonie, quasi im Freilandtest, spielte er die Gipfelstellen.
Gemeinsam zeigte man sich glücklich, dass er nun neben seiner C-Trompete von B&S sich auch für die Challenger B-Trompete 3172/2 entschieden hat. Eine Es-Trompete nach eigener Konzeption wird folgen.
Es wird interessant sein, was sich aus dieser Zusammenarbeit mit einem so jungen und richtungsweisenden Musiker aus den USA sich für die B&S GmbH noch ergibt.








